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Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule wird
erster Landessieger in Bayern

 


 

Dr.-Theo-Schöller-Schüler nehmen den Starke-Schule-Preis in Empfang

Starke Schule – Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen

Der Wettbewerb prämiert die herausragende Arbeit, die die Schulen bei der Vorbereitung ihrer Schülerinnen und Schüler auf die Berufswelt leisten, und wird alle zwei Jahre von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gemeinsam mit den Kultusministerien der Länder, der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutsche Bank Stiftung durchgeführt. "Die prämierten Schulen gestalten ihre pädagogische Arbeit so, dass alle Jugendlichen zu ausbildungsreifen Persönlichkeiten werden und aktiv und selbstbestimmt am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilhaben können. Sie sind nicht nur Lern- sondern auch Lebensorte", lobte Ulrike Gote, Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags, die vor Ort die Vertretung von Landtagspräsidentin Barbara Stamm übernahm.
Den mit 5.000 Euro dotierten ersten Platz belegt die Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule in Nürnberg. Die Schule überzeugte die Jury unter anderem durch ihr Konzept zur Berufsorientierung, ihr starkes Netzwerk, das aus über 30 Kooperationspartnern besteht, sowie die hervorragende Elternarbeit.



Begründung der Jury – vorgetragen von Claudia Lange, Deutsche Bank Stiftung:

Besonders überzeugt hat das Konzept zur Berufsorientierung. Das eigens erstellte schuleigene Curriculum zur Förderung der Berufs- und Lebensreife stieß auf Anerkennung. Es ermöglicht alle Erfahrungen aus dem Bereich der Berufsorientierung und Ausbildungsreife systematisch im Schulalltag umzusetzen.  Berücksichtigt werden dabei Vorgaben des Lehrplans aber auch die individuellen und regionalen Gegebenheiten der Schule und ihrer Schüler. So sieht das Curriculum einerseits Maßnahmen vor, die alle Schüler betreffen,  andererseits ermöglicht es die individuelle Förderung. Schon früh setzt die Berufsorientierung  ein, denn bereits in der 5. Klasse informieren sich die Schüler und Schülerinnen über Arbeitsplätze im schulischen und familiären Umfeld. Lernen auf spielerische Weise Unternehmen wie EDEKA, das DB Museum oder das Seniorenzentrum Stiftung Mittelfränkisches Blindenheim  kennen.

Bis Ende der achten Klasse erhält jeder Schüler ein passendes externes Unterstützungsangebot, das individuell für ihn entwickelt wird und  das ihn beim Übergang  von der Schule in den Beruf begleitet. Praktische Erfahrungen können die Jugendlichen  bei der Mitarbeit in den Schülerfirmen Schöllers Bistro und Schöllers Catering sammeln. Wie auch bei umfangreichen Praktika bei einem der mehr als 30 Kooperationspartner der Schule.

Organisiert, begleitet und reflektiert wird der gesamte Prozess kontinuierlich durch das Team Berufsorientierung, das sich aus Schulleitung, dem SCHULEWIRTSCHAFTExperten, der Teamleitung Portfolio und  dem Jugendsozialarbeiter zusammensetzt.

Ein besonderes Merkmal ist der hohe Anteil von Schülern und Schülerinnen mit Migrationsgeschichte nämlich 75%. Rund 30 % der Schüler verfügen darüber hinaus nicht über ausreichend Deutschkenntnisse. Alle Jugendlichen der Schule verlassen die Schule mit einem Abschluss in der Tasche. Über 80 % starten danach eine Ausbildung im dualen System oder in Berufsfachschulen.

Auch die Elternarbeit der Schule ist herausragend. Die Schule ist der Auffassung, dass der heterogene, sozio-kulturelle Hintergrund der Familien eine intensive Zusammenarbeit mit Eltern und  Erziehungsberechtigten erfordert.

Deshalb entwickelte Sie ein Konzept zur Erziehungspartnerschaft mit dem Erfolg, dass sie das Label familienfreundliche Schule führen darf. Idee des Konzepts ist es, dass die Eltern die kompetenten Begleiter ihrer Kinder auf dem Weg zur Ausbildungsreife werden. Bedingt durch den hohen Migrationsanteil setzt die Schule bei Elternabenden und dem regelmäßig stattfindenden Elterncafé Elternlotsen ein, die sprachlich unterstützen und Hilfestellung geben.
Selbst die Lehrkräfte werden in ihrer erzieherischen Arbeit durch das Curriculum zum sozialen Lernen unterstützt.

Dieses beeindruckende umfassende Engagement, die zielgerichtete Berufsorientierung das äußerst große Netzwerk externer Partner und die hervorragende Elternarbeit überzeugten die Jury.

 

Siglinde Schweizer, 12.03.2015

 
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